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Die besten Öko-Autos

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 Toyota Hybrid X-Konzept Foto: Bruce Whitaker
Von Alex Popple
Hier in Genf wird viel über ökologische Konzepte geredet. Kein Wunder, schließlich stellen die CO2-Emissionen weltweit ein brisantes politisches Thema dar. Selbst die nur widerwillig Bekehrten in der Motorindustrie haben bemerkt, dass sie an diesem Thema nicht vorbeikommen. Hier sind die zehn Autos, die die Herausgeber von MSN Auto ausgewählt haben, weil sie die umweltfreundlichsten beim Genfer Salon waren. Die Reihenfolge ist zufällig.
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Mercedes-Benz C-Klasse Vision Bluetec Foto: Rod Hatfield

Mercedes-Benz Vision C220 BLUETEC-Konzept

Die neue Mercedes C-Klasse wird während ihrer gesamten Lebensdauer (von der Produktion bis zur Verschrottung) 9 Tonnen weniger CO2 als das Vorgängermodell verbrauchen. Das entspricht einer Senkung um 15 % – und das Ganze wird nicht etwa durch geniale Innovationen, sondern durch gute alte technische Errungenschaften erreicht: verbesserte Aerodynamik, minimale Gewichtssteigerungen und konventionelle Motoren, die mit weniger Treibstoff mehr Leistung bringen. Mercedes möchte in ein paar Jahren sogar noch weiter gehen – der hier vorgestellte Vision C220 BLUETEC-Konzept wird mit einem Dieselmotor ausgestattet, der bei einem Verbrauch von 4,7 Litern pro 100 km 170 PS und ein Drehmoment von 400 Nm aus 2,2 Litern herausholt.

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Volkswagen Passat BlueMotion Foto: Rod Hatfield

Volkswagen Passat BlueMotion

VW und Mercedes arbeiten übrigens mit vereinten Kräften am 'Bluetec'-Projekt, deshalb ähneln sich die Namen. Ihre Philosophie ist einfach: man nehme die Technologie von heute und nutze alle erdenklichen Möglichkeiten, die sie bietet. Dazu lässt sich einiges sagen: Die Fahrzeuge können günstig produziert werden, sie sind praktisch und zuverlässig – und das sofort. Wenn die Emissionen eines Fahrzeugs, dass zu Hunderttausenden verkauft wird, auch nur geringfügig gesenkt werden, hat diese größere Auswirkungen als bei einem Fahrzeug, das nur geringen Stückzahlen verkauft wird. Der Passat BlueMotion kommt auf 5,5 l/100 km. Minimale Abstriche hinsichtlich Leistung und Fahrkomfort sind erforderlich, die von den Kunden aber wohl gern in Kauf genommen werden der Polo BlueMotion, der letzten Sommer in Europa auf den Markt gekommen ist, verkauft sich gut, und VW verspricht, dass noch mehr Fahrzeuge in dieser Klasse Segment in den Genuss von BlueMotion kommen werden. Das führt schon zu einer beträchtlichen Senkung der Emissionen.

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Saab 9-3 BioPower Foto: Bruce Whitaker

Saab BioFuel-Serie

Bei Saab wagt man sich mit einer neuen Lösung weiter vor. Die BioFuel-Fahrzeuge haben angepasste Motoren, die mit Biokraftstoff betrieben werden können. Biokraftstoff wird aus verschiedenen Anbaupflanzen hergestellt. Aus dem pflanzlichen Material wird Ethanol (eine Art von Alkohol) hergestellt, und der Wagen fährt entweder mit Benzin oder einem E85 genannten Gemisch aus 85 % Ethanol und 15% Benzin oder einer anderen Mischung der zwei Treibstoffe. Manche Hersteller nennen diese Motoren Flexfuel-Systeme. Die Pflanzen nehmen während des Wachstums Kohlenstoff aus der Atmosphäre auf, sodass theoretisch der Natur insgesamt nur wenig Kohlenstoff hinzugefügt wird, wenn man diesen Treibstoff verwendet. Man benötigt jedoch für die Produktion eine große Menge an Pflanzen, und das verfügbare Land ist knapp. Es wird also nicht genug für alle geben, und es wird unserem Planeten auch nicht gut tun, den Wald für die zusätzliche Treibstoffproduktion abzuholzen. Die Effizienz bei der Produktion wird sich aber vielleicht steigern lassen, und mithilfe des Biokraftstoffs könnten Energiequellen in den Teilen der Welt diversifiziert werden, in denen die Landwirtschaft die Produktion tragen kann.

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 Giugiaro VAD.HO Foto: Bruce Whitaker

Giugiaro Vad.Ho

Die italienische Designschmiede Italdesign Giugiaro arbeitet an den Designprojekten vieler Fahrzeughersteller. Ein interessantes Nebenprodukt ist das Vad.Ho-Konzept. Trotz des exzentrischen Aussehens und der Tandemsitze soll dieses Auto straßentauglich und produktionsreif sein. Giugiaro hat sich jedoch für den Einbau des experimentellen BMW-Wasserstoffmotors entschieden, der derzeit ganz und gar nicht praxistauglich ist. Die Verwendung von Wasserstoff in mehr oder minder konventionellen Motoren ist eine ansprechende Idee bei der Verbrennung entsteht lediglich Wasser. Dafür steht man anderen großen Problemen gegenüber. Wasserstoff ist im Verbrauch nicht besonders wirtschaftlich und muss ständig bei Temperaturen weit unter null in einem riesigen Treibstofftank gelagert werden. Bei der Herstellung wird eine Menge Energie verbraucht, und Wasserstoff verdunstet innerhalb weniger Tage, wenn er nicht verwendet wird.

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 Toyota Hybrid X-Konzept Foto: Bruce Whitaker

Toyota Hybrid X

Toyota kennt sich mit der Hybridtechnologie aus, immerhin sind schon 11 Hybridmodelle von Toyota auf unseren Straßen unterwegs. Als Vorschau auf die wahrscheinlich nächste Generation des Prius entspricht der Hybrid X-Konzept zwar der Größe eines heutigen Familienwagens, er ist jedoch eine Zukunftsvision auf diesem Gebiet. Das Design besteht aus einer Zelle mit einem durchgehenden Glasdach, der Kofferraum ist jedoch abgetrennt. Die Einfassungen des Glasdachs ähneln von oben betrachtet einem X und geben dem Modell seinen Namen. Der Innenraum überzeugt durch ultraflache Sitze und eine flache Ladefläche. Die Rücksitze können um 12 Grad verstellt werden, sodass die Fahrgäste noch bequemer aus dem Fenster sehen können. Über den Hybridantrieb sind nur wenige Details bekannt. Es werden jedoch weitere Fortschritte hinsichtlich Leistung und Wirtschaftlichkeit erwartet.

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 Small Hybrid-Sportwagenkonzept von Honda Foto: Bruce Whitaker

Small Hybrid-Sportwagenkonzept von Honda

Dieses Konzept vereint laut Honda modernste Hybridtechnologie mit den Fahreigenschaften, die von einem Sportwagen erwartet werden. Das Small Hybrid-Sportwagenkonzept wurde von Honda R&D Europe in Offenbach entwickelt und zeigt, dass umweltfreundliche Fahrzeuge nicht zwangsläufig Einbußen beim Fahrspaß mit sich bringen müssen, der von einem kompakten Sportwagen erwartet wird. Der Elektromotor liefert bei Bedarf zusätzliches Drehmoment und Leistung. Bei zu häufigem Einsatz bleibt die Wirtschaftlichkeit jedoch auf der Strecke. Bei der idealen Lösung wird im Stadtverkehr die traditionelle Wirtschaftlichkeit erreicht, während auf freier Strecke kleine Leistungsschübe gefragt sind. Sollte Honda mit ihren Erfahrungen im Rennsport dies realisieren können, dann könnten sie Toyota zuvorkommen.

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Greeny Foto: Rod Hatfield

Greeny

Diese kleinen Stadtflitzer (in Großbritannien sind sie übrigens unter dem Namen G-Wiz bekannt) wurden in Kalifornien entwickelt und von Indo-US Reva Electric Car Company produziert. Sie werden auf den meisten europäischen Märkten angeboten und verwenden relativ einfache Bleiakkus. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 72 km/h, einer Reichweite von 48 - 80 km und einer mehrstündigen Ladezeit eignet sich das Fahrzeug perfekt für den Stadtverkehr. Seine geringe Größe macht das Parken wirklich einfach und dennoch wird er als Viersitzer angeboten (2 Erwachsene vorn und Faltsitze für 2 kleine Kinder oder als Stauraum hinten). Der Preis liegt bei 10.400 Euro.

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 Subaru R1e Foto: Bruce Whitaker

Subaru R1e

Dieser Wagen mit reinem Elektroantrieb ist interessant, weil er die Technologie voranbringt. Das 2+2-Stadtauto nutzt einen Lithium-Ionen-Akku, der in Zusammenarbeit mit NEC entwickelt wurde. Er kann mit einem speziellen Schnellladegerät in fünfzehn Minuten wieder auf eine Kapazität von 80 % oder an einem 100-V-Standardanschluss in acht Stunden wieder voll aufgeladen werden. Der aktuelle Prototyp besitzt eine Reichweite von 80 km, bevor er wieder an die Steckdose muss. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 100 km/h, und der Akku hat eine Lebensdauer von mindestens 10 Jahren oder 240.000 km. Das Fahrzeug wird derzeit als Firmenwagen für Tokyo Electric Power getestet. Dieses Unternehmen plant die Einrichtung von 150 Schnellladestationen, um innerhalb von 5 Jahren schätzungsweise 3.000 Elektrofahrzeuge zu unterstützen.

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 Koenigsegg CCX Foto: Rod Hatfield

Koenigsegg CCXR

Eine vielleicht unerwartete Auswahl, aber ein Hinweis darauf, was selbst in einem der weltweit schnellsten Fahrzeuge möglich ist. Das schwedische Unternehmen Koenigsegg entwickelte eine mit E85 angetriebene Version seines CCXR (auf dem Bild ist der CCX abgebildet), der mit 100-Oktan-Biokraftstoff fährt. Ein unerwarteter Nebeneffekt, der sich zum Teil auf die höhere Oktanzahl des Kraftstoffs zurückführen lässt, war eine Leistungssteigerung um 25 % – weit mehr als erwartet, und etwas, das die Kunden nicht gerade enttäuschte. Der CCXR E85 besitzt wuchtige 1050 PS und ein Drehmoment von 1086 Nm. Das bedeutet mehr Leistung als beim Bugatti Veyron in einem Wagen, der weniger wiegt als ein MINI. An diese Art von Umweltbewusstsein könnten wir uns gewöhnen.

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 Formel-1-Wagen von Honda Foto: Zach Proffitt

Formel-1-Wagen von Honda

Die meisten Menschen würden den Formel-1-Rennsport nicht mit Umweltschutzgedanken in Verbindung bringen. Aber die meisten erkennen nicht, dass es in der Formel 1 immer um Effizienz geht. Für den Sieg müssen Teams einen Motor konstruieren, der auch aus dem letzten Tropfen Kraftstoff noch so viel Energie wie möglich holen kann. Und sie müssen ihn in den leichtesten und aerodynamischsten Wagen einbauen. In einem Umfeld, das weltweit zu den Umgebungen mit dem höchsten Wettbewerbsdruck gehört, muss dies ohne Einbußen bei Zuverlässigkeit und Sicherheit geschehen. Als technologischer Schmelztiegel und eine Möglichkeit, Millionen von Menschen weltweit zu erreichen, ist dieses Umfeld von unschätzbarem Wert. Die Saison 2007 steht bei Honda ganz im Zeichen der Nutzung dieser Leistung zum Vorteil der Umwelt – daher auch das Design mit dem Bild des Planeten Erde. Gleichzeitig gibt das Unternehmen die Botschaft aus, dass es sich um die Umwelt kümmert und bei technischen Innovationen in vorderster Linie steht.