Mazda Hakaze, Mazda2
Bei Mazda sind zwei sehr unterschiedliche Autos die Stars dieses Jahres. Der Mazda2, der zwar alles andere als langweilig, aber auch kein Riesenhit ist, und das Hakaze-Konzeptauto, dessen unkonventionelle Form ausgesprochen innovativ ist.
Wenn der Verkauf in den kommenden Monaten startet, muss sich der Mazda2 auf dem ständig überfüllten Kleinwagenmarkt in Europa gegen den VW Polo und den Vauxhall Corsa durchsetzen. Der Madza2 ist kürzer und höher – und sehr viel aussagekräftiger – als der Wagen, den er ersetzt. Er bietet ein elegantes, kurviges Profil, große abgerundete Scheinwerfer und spitz zulaufende Seitenfenster. Dazu kommen kurze Überhänge, breite C-Säulen und eine ansteigende Schulterlinie, die alle zusammen für den typischen „Zoom-Zoom“-Look von Mazda sorgen. Und laut Mazda stellt sich in diesem Auto garantiert das „Zoom-Zoom“-Gefühl ein.
Dank superdehnbarer Stahlkomponenten und computergestützter Optimierung des Strukturdesigns konnte Mazda das Gewicht des neuen Autos um 100 kg senken, trotz seiner verbesserten Steifigkeit, Stärke, Erschütterungsresistenz und Sicherheit. All dies in einer gleichzeitig verkürzten Rohkarosserie zu vereinen ist eine große Leistung. Es geschieht nicht oft, dass ein Modell der nächsten Generation kleiner ist als seine Vorgänger.
Das geringere Gewicht ist auch wirtschaftlich gesehen von Vorteil und sorgt für umweltfreundlicheres Fahren. Ein Punkt, der Mazda besonders wichtig scheint. Zunächst wird der Mazda2 mit zwei Benzinmotoren (1,3 und 1,5 Liter) angeboten. Beide verfügen über eine variable Ventilsteuerung, und der größere Motor bietet zudem ein variables Induktionssystem für einen effizienteren Drehmomentverlauf. Einige Monate nach der Einführung soll für den europäischen Markt ein Dieselmotor dazukommen.
Der Hakaze ist das letzte der drei Konzeptautos aus der Nagare-Reihe von Mazda. Das erste Konzeptauto wurde letzten November in Los Angeles vorgestellt und das zweite namens Ryuga in Detroit. Diese Version wurde im europäischen Designstudio von Mazda gefertigt. Sein Name bedeutet „Blatt im Wind“ und betont den gewünschten Einsatz dieses Wagens bei Outdoor-Aktivitäten. In der Design-Beschreibung spricht das Entwicklungsteam von einem „Coupé-Crossover mit Roadster-Gefühl“. Denn bei solchen Aktivitäten „fühlen wir Freiheit und können Grenzen überschreiten“.
Aufgrund der Flügeltüren wird der Einstieg nicht durch B-Säulen behindert, während die fehlenden Außenspiegel (winzige Kameras sorgen für die entsprechenden Blickwinkel) und nicht vorhandenen Türgriffe klare Linien schaffen. Er hat die gleiche muschelartige Rahmenverrippung wie der Ryuga, und das Glasdach kann entfernt und in einem Spezialfach verstaut werden. Die Sitze sind unverstellbar auf Seitenleisten angebracht, die wiederum mit der zentralen, den gesamten Wagenboden durchlaufenden Konsole verbunden sind.
Zahlreiche Features und Ideen reflektieren den Lifestyle der Zielkunden von Mazda. Hakaze soll die Wünsche der Kunden erfüllen, erläutert das Designteam, und gleichzeitig weniger kosten als ein Coupé, ein Cabrio oder ein anderer ausdrucksstarker Wagen. Er steckt voll interessanter Details, lässt jedoch die Schlichtheit des Ryuga vermissen. Trotzdem ist er ein wichtiger Schritt für die Strategen bei Mazda, die aus dieser Studie die zukünftigen Serienfahrzeuge erstellen.




