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Hyundai i30 und QarmaQ

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 Hyundai i30 Foto: Rod Hatfield
Von Alex Popple
Hyundai enthüllt Familienwagen und Konzeptstudie aus recycelten Kunststoffflaschen.
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 Hyundai i30 Foto: Rod Hatfield
Hyundai i30 Foto: Rod Hatfield
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 Hyundai HCD4-Konzept Foto: Rod Hatfield
Hyundai HCD4-Konzept Foto: Rod Hatfield
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 Hyundai HCD4-Konzept Foto: Rod Hatfield
Hyundai HCD4-Konzept Foto: Rod Hatfield
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 Hyundai HCD4-Konzept Foto: Rod Hatfield
Hyundai HCD4-Konzept Foto: Rod Hatfield

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Der neue fünftürige Familienwagen mit Fließheck Hyundai i30 eröffnet mit seiner Weltpremiere in Genf den Konkurrenzkampf mit Ford Focus und VW Golf auf dem heiß umkämpften Markt für Familienwagen mit Fließheck. In der Zukunft wird auch eine Kombiversion angeboten.



Das „i“ im Namen steht laut Hyundai für „Intelligenz, Inspiration und Innovation“, während die Zahl die Größe des Wagens kennzeichnet. Es handelt sich um den ersten Wagen in einer nach einem neuen System benannten Modellreihe: zukünftige Modelle heißen i10, i20 usw.



Wird der Wagen seinem Namen gerecht? Das souveräne Fließheckmodell mit gefälligem Design bietet einige Merkmale und Funktionen, die für Käufer in Europa attraktiv sind. Es ist jedoch wenig wahrscheinlich, dass sich der Wagen vom Durchschnitt abhebt.



Konturierte Oberflächen an den Türen, der Heckklappe und am unteren Rand der Windschutzscheibe verleihen dem i30 ein solides Aussehen. Die Integration der Scheinwerfer und Rückleuchten in die komplexen Rundungen des Wagens stellen ein reizvolles Detail dar. Der Wagen weist die richtigen Proportionen auf, und die kurzen Überhänge sorgen für eine dynamische Ausstrahlung, doch für einen Wagen, der vom Hersteller als innovativ angepriesen wird, sind zu viele Anleihen am Design der BMW 1er Serie zu erkennen. Die Inneneinrichtung ist für einen Wagen dieser Klasse üppig, und die Anordnung der Armaturen ist gelungen.



Es werden nicht weniger als fünf Benzinmotoren mit einem Leistungsspektrum von 109 bis 143 PS angeboten. Bei allen handelt es sich um Vierzylindermotoren mit Hubraum von 1,4 bis 2,0 Liter. Außerdem wird ein 2.0-l-Dieselmotor mit 136 PS und einem beeindruckenden Drehmoment von 304 Nm angeboten. Eine Fünfgang-Handschaltung (sechs Gänge beim Diesel) gehört zur Serienausstattung. Einige der Benzinmotoren sind auch in Verbindung mit einem Automatikgetriebe lieferbar.



Eine weitere Premiere war das QarmaQ-Konzept. Dieser Wagen kann zweifelsohne die drei Is für Intelligenz, Innovation und Inspiration für sich beanspruchen, nicht für sein Design, obwohl dieses genügend Aufmerksamkeit auf sich zieht, sondern für seine Konstruktion.



In einem gemeinsamen Projekt mit GE Plastics wurde der QarmaQ aus vielen verschiedenen Verbundkunststoffen gefertigt. Diese Materialien bieten große Vorteile: Sie sind leichter als Metalle und herkömmliche Kunststoffe, lassen sich vielfältig formen, verursachen bei einem Aufprall geringere Schäden und sind gut recycelbar. Wegen ihres geringeren Gewichts sorgen sie auch für einen geringeren Treibstoffverbrauch. Sie weisen jedoch einen Nachteil auf: Sie werden zwar in Rennwagen und der Luft- und Raumfahrtindustrie verwendet, doch ist die Massenfertigung von Verbundstoffen mit der erforderlichen Haltbarkeit und Festigkeit zu schwierig und teuer, um sie in größerem Umfang in Kraftfahrzeugen einzusetzen.



Hyundai ist davon überzeugt, dass sich dies ändern lässt, und arbeitet gemeinsam mit General Electric an der Realisierung dieses Vorhabens. Der QarmaQ ist bereits um 60 kg leichter als eine vergleichbare Konstruktion mit herkömmlichen Materialien, und der Wagen ist zudem stabiler, sicherer und wirtschaftlicher. Für den typischen Fahrer kann dies nach Firmenangaben zu einer Einsparung von 80 Litern Diesel und 200 kg CO2 pro Jahr führen. Zudem werden für die Fertigung 900 Kunststoff-Trinkflaschen wiederverwendet, um die energieaufwändige Verarbeitung neuer Materialien zu reduzieren.



Laut Hyundai wären ästhetisch ansprechende Merkmale wie die U-förmigen Türfenster des QarmaQ ohne Kunststoffe gar nicht möglich. Diese Fenster sind Teil eines durchgängigen, aus Polycarbonatharz gefertigten Fensterbandes, die sich einmal um den Wagen zieht. Die elastische Frontpartie erhöht die Sicherheit von Fußgängern und Fahrgästen durch die hohe Flexibilität und die Energie absorbierenden Eigenschaften der Verbundkunststoffe. Durch die Verwendung von Kunstharz anstelle von PVC für die Verkabelung wird das Gewicht um 25 % verringert. Die Liste der Innovationen ist lang: Selbst die Reifen enthalten Materialien zur Effizienzverbesserung und Verringerung schädlicher Substanzen, die während der Herstellung und Nutzung freigesetzt werden.



Der Anteil von Kunststoffkomponenten in Serienmodellen nimmt ständig zu, doch wenige Autohersteller definieren ihre Rolle bei der Kfz-Fertigung in vergleichbarem Ausmaß neu. Der QarmaQ ist ein komplexes, ehrgeiziges und auf beruhigende Weise optimistisches Konzept. Projekte wie dieses sind für die Fahrzeugindustrie lebenswichtig, und die Firmen, die solche Projekte unterstützen, verdienen Ermutigung. Die Umsetzung dieser neuen Technologien in der Massenfertigung trägt dazu bei, die Auswirkungen von Autos auf die Umwelt zu verringern und die individuelle Mobilität und Freiheit mit dem Auto noch lange zu gewährleisten.