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Die besten Öko-Autos

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Opel Flextreme-Konzeptstudie Foto: Rod Hatfield
Von Alex Popple
Umweltfreundliche (oder zumindest umweltfreundlichere) Autos sind im Trend und fast jeder Autohersteller in Frankfurt präsentiert seine Öko-Autos – aber wer hat die besten Ideen?
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Volvo Recharge-Konzept Foto: Bruce Whitaker
Volvo Recharge-Konzept Foto: Bruce Whitaker
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Mercedes-Benz C-Klasse Bluetec-Kombi Foto: Sean Frego
Mercedes-Benz C-Klasse Bluetec-Kombi Foto: Sean Frego
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Ford Focus ECONETIC Foto: Rod Hatfield
Ford Focus ECONETIC Foto: Rod Hatfield
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Daihatsu Cuora Foto: Rod Hatfield
Daihatsu Cuora Foto: Rod Hatfield
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Fiat Panda Aria-Konzept Foto: Sean Frego
Fiat Panda Aria-Konzept Foto: Sean Frego

Wir wünschen uns vielleicht, dass es schnellere Fortschritte gäbe, die Autohersteller in aller Welt arbeiten jedoch bereits mit vollem Einsatz daran, umweltfreundlichere Autos zu bauen. Prinzipiell gibt es drei Ansätze, um die negativen Auswirkungen eines Autos auf die Umwelt zu reduzieren:

  • Kleinere Autos. Kleinere und leichtere Fahrzeuge verbrauchen weniger Energie 
  • Intelligentere Autos. Durch modernste Technologien kann der Energieverbrauch eingeschränkt werden
  • Bessere Autos. An der Effizienz neuer Autos muss weiter gearbeitet werden.

 

Hier werden sechs großartige Beispiele aus Frankfurt vorgestellt, bei denen die Hersteller es geschafft haben, diese Ideen auf Konzept- und Serienfahrzeugen anzuwenden.

 

Intelligent: Opel Flextreme-Konzeptstudie

GM hat schon lange, bevor die Angst vor dem Klimawandel alltäglich wurde, damit begonnen, Elektroautos mit Brennstoffzellenantrieb zu entwickeln, bisher ist jedoch wenig auf diesem Gebiet vorzuweisen. Der Flextreme bringt neuen Schwung in die Diskussion und zeigt, dass es möglich ist, einen sauberen, leisen Elektroantrieb einzubauen, der verschiedene Stromquellen flexibel nutzen kann, eine Idee die von GM „E-Flex“ genannt wird. Statt einer noch nicht praktisch umsetzbaren Brennstoffzelle ohne Emissionen verwendet GM beim Flextreme einen kleinen Dieselmotor, der nur einen Generator antreibt, nicht die Räder. Das Ergebnis: extrem niedrige Emissionswerte von 40g CO2 pro Kilometer durch eine Technologie, die bereits mehr oder weniger einsatzfähig ist, in einem attraktiven Fahrzeug mit dem Platz und der Reichweite eines normalen Autos.

 

Intelligent: Volvo ReCharge-Konzept

Genau wie der Flextreme verfügt auch der ReCharge über einen 1,6-Liter-Motor, der Strom für den Antrieb des Autos erzeugt und nicht direkt mit den Rädern verbunden ist. Im Gegensatz zum Flextreme ist der ReCharge ein Plugin-Hybridfahrzeug – die Akkus werden an einer standardmäßigen Stromquelle aufgeladen und auf den ersten rund 100 Kilometern (62 Meilen) muss der Motor überhaupt nicht gestartet werden. Während dieser ganzen Zeit entstehen auf der Straße keine Emissionen – der Gesamtemissionswert hängt natürlich davon ab, wie sauber das Elektrizitätswerk arbeitet. Der Nachteil ist, dass die Effizienz mit ca. 5,5 Litern pro Kilometer (42 mpg) der eines normalen Autos ähnelt, sobald der Motor zugeschaltet wird. Die Elektromotoren im Rad sind jedoch sicherlich eine gute Idee.

 

Besser: Mercedes C200 CDI BLUETEC

Möchten Sie ein Öko-Auto ohne auf Größe zu verzichten? Das müssen Sie mit diesem luxuriösen Auto in repräsentativer Größe, dass zudem mit 5 Litern pro 100 Kilometer (47 mpg) auskommt, auch nicht. Einfach ausgedrückt, besteht das Konzept des BLUETEC darin, dass viele kleine Verbesserungen einen großen Unterschied ausmachen können. Das ist so, als würde man dadurch Strom sparen, dass man den Fernseher nicht im Standby-Betrieb laufen lässt und sich deshalb keinen kleineren Fernseher zulegen muss. Sehr wenige der vielen effizienzsteigernden Kniffe und Verbesserungen am BLUETEC waren so leicht umzusetzen, aber sie hatten auf jeden Fall eine durchschlagende Wirkung. Viele andere Autohersteller arbeiten an denselben Veränderungen, aber nur wenige haben sie schon so umfassend auf den Markt gebracht (oder angekündigt) wie Mercedes.

 

Besser: Ford Focus ECONETIC

Der ECONETIC von Ford ist das Gegenstück des BLUETEC und wurde in Frankfurt zum ersten Mal angekündigt. Dieses Focus Modell mit einem CO2-Ausstoß von nur 115 g/km verfügt über einen konventionellen 109-PS-Dieselmotor und kommt bald auf den Markt. Zu den Veränderungen gehören ein speziell entwickeltes, reibungsarmes Getriebeöl, eine reduzierte Fahrhöhe, überarbeitete Reifen und andere aerodynamische Verbesserungen. Der ECONETIC hat sogar ein überarbeitetes Lenkkraftsystem, dass mit geringerer Leistung läuft, sobald der Fahrer die Räder nicht dreht. Die ECONETIC-Versionen des Mondeo und des bisher noch namenlosen Autos, das bald den Fiesta ersetzen soll, werden im Jahr 2008 folgen. Dies ist zwar sicher nicht das glamouröseste Debut in Frankfurt, es bringt jedoch umweltfreundlichere Fahrzeuge mit zuverlässiger, bewährter Technologie für Millionen Menschen in greifbare Nähe.

 

Klein: Daihatsu Cuore

Man muss kein Genie sein, um zu wissen, dass kleinere Autos weniger Benzin verbrauchen und den Straßenbelag weniger abnutzen. Man muss jedoch ein ziemlich intelligenter Ingenieur sein, um den Verbrauch eines Autos zu senken, ohne Charakter, Fahrspaß, Komfort, Zweckmäßigkeit und Sicherheit einzubüßen. Daihatsu hat bereits ein Jahrhundert Erfahrung damit, echte Autos im Miniformat für Japans überfüllte Straßen zu bauen. Deutsche Autofahrer können jetzt das aktuelle Modell, den neuen Cuore, erwerben (nicht in allen Ländern erhältlich). Für nur 40 % des Preises eines neuen Toyota Prius bekommen sie einen kompakten Viersitzer, angetrieben durch einen standardmäßigen Benzinmotor, der genau den Emissionen des Prius entspricht (104 g/km CO2). Der zusätzliche Vorteil besteht darin, dass das Einparken einfacher ist (kleinere Größe) und wenn er nicht mehr fahrtauglich ist, fallen keine giftigen Akkuchemikalien an, die entsorgt werden müssen. Ein Blick lohnt sich auf jeden Fall.

 

Klein, besser, intelligent: Fiat Panda Aria-Konzept

Ein Auto, das ein bisschen von allem hat, rundet unsere Liste ab. Erstens basiert dieses Auto auf dem Panda, einem ausgereiften und erstaunlich geräumigen Kleinwagen. Zweitens verfügt es über in intelligentes Start-Stopp-System, das den Motor bei Stillstand abschaltet und ihn sofort wieder startet, wenn Sie losfahren möchten. Und drittens ist es mit einem neuen, verbesserten und hocheffizienten 900c-Zweizylinder-Turbomotor ausgestattet, der mit Biokraftstoffen laufen kann. Das Ergebnis: mit 69 g/km eher geringe CO2-Emissionen. Interessanterweise werden die meisten dieser Technologien in anderen Bereichen bereits produziert. Warum sollten Sie also keinen kaufen? Der Kaufpreis und das Fahrverhalten wären wahrscheinlich die größten Hindernisse für einen kommerziellen Erfolg. Welchen Preis würden Sie denn für niedrigere Emissionen zahlen?