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Toyota

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Toyota iQ-Konzept Foto: Bruce Whitaker
Von Brian Laban
Toyotas intelligenter Beitrag zum Klimaschutz: der neue iQ
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Wenn es um die Umweltfreundlichkeit von Autos geht, hat man bei Toyota in der Regel keine Hemmungen, den ersten Rang im Segment der "grünen" Autos für sich zu reklamieren, obwohl nicht wenige an der Genauigkeit der vom japanischen Autobauer veröffentlichten Zahlen zweifeln.

 

Angesichts des in Frankfurt dominierenden Themas der umweltverträglichen Technologien verwundert es wenig, dass bereits nach ein paar Zeilen zur Einführung das magische Wort "Prius" zu hören ist. Daran anknüpfend eröffnete Thierry Dombreval, Executive Vice President von Toyota Motors Europe, seine Rede mit den Worten "Die Mehrheit der Anwesenden würde mir sicherlich zustimmen, dass die größte aktuelle Herausforderung der Menschheit der Klimawandel ist". Mit dem "Toyota Earth Charter" von 1992 versuche das Unternehmen nicht nur die Umweltproblematik ins Visier zu nehmen, sondern auch die Führungsposition in der Automobilindustrie zu erlangen, so Dombreval weiter.

 

Das von Toyota gewählte Mittel zur Erreichung des selbst gesteckten Ziels "null Emissionen" ist die Hybridtechnologie, die der "unser Markenzeichen Prius verkörpert". Die Serienproduktion von Hybridautos bei Toyota begann vor zehn Jahren. Der europäischen Öffentlichkeit wurde der Prius im Jahre 2000 vorgestellt. Inzwischen ist der Wagen in 44 Ländern zu haben und macht 80 Prozent der verkauften Hybridfahrzeuge aus. Toyota und Lexus führen zusammen das Segment der Hybridtechnologie mit elf unterschiedlichen Modellen und einer Million verkauften Autos an, wie Anfang dieses Jahres bekannt gegeben wurde. Der Löwenanteil von drei Vierteln nimmt dabei der Prius ein. Der rein elektrisch angetriebene Wagen hat einen CO2-Ausstoß von nur 104 g/km und einen Kraftstoffverbrauch von 4 Litern pro 100 km vorzuweisen, lässt sich wunderbar fahren und wird am Ende die Erde retten ... nein, Verzeihung, das klingt ja fast wie ein Werbeprospekt, fahren wir lieber fort.

 

Bei Toyota wird zurzeit die Möglichkeit geprüft, Plugin-Hybridautos zu bauen, die über jede Stromsteckdose geladen werden können. Dies ist freilich nur im stehenden Zustand möglich, und der CO2-Ausstoß wird auch nur dann wirklich reduziert, wenn die Stromquelle umweltfreundlich ist: Eine Tatsache, die gerne ausgeblendet wird – nicht unbedingt bei Toyota, sondern bei den Herstellern elektrisch angetriebener Autos im Allgemeinen.

 

Und das führt uns zur einzig wirklichen Neuheit von Toyota in Frankfurt: dem iQ-Konzept. Als revolutionär gepriesen, wird das Fahrzeug "den Markt ähnlich aufmischen wie die Hybridtechnologie von Toyota, die vor zehn Jahren in der Welt der Motoren für Furore sorgte". Anspruchsvolle Ziele für einen der kleinsten Wagen der Ausstellung.

 

Das im Designzentrum in Südfrankreich entworfene und unter der Philosophie der "Vibrant Clarity" entstandene Fahrzeug hat den Look eines Spielzeugautos und ist extrem kompakt: Mit 2,98 m Länge ist das Konzeptauto nur 28 Zentimeter länger als der Smart, aber 56 Zentimeter kürzer als der Fiat 500. Die 3+1-Sitzanordnung (d. h. drei Erwachsene und ein Kind oder Gepäck, jedoch wahrscheinlich nicht beides) ist auch sehr ansprechend und dient Toyota dazu, den iQ als "weltweit kleinstes, ausgefeiltes und intelligentes Viersitzer-Konzept" zu beschreiben, was vielleicht auch stimmt.

 

Haben wir bereits den "Paradigmenwechsel beim Design von Fahrzeugen" erwähnt? Auch diese Errungenschaft beansprucht Toyota für sich, doch wird seltsamerweise nicht angegeben, womit der Wagen in Bewegung gebracht wird. Vielleicht mit heißer Luft?